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Deutsch in Bewegung

Deutsch in Bewegung - stimmt das? Eine Aussage, über die sich Sprachwissenschaftler schon seit Jahren streiten. Die einen sagen, es wäre eine Verschandelung, eine Herabstufung der Sprache, die anderen behaupten wiederum, es sei ein moderner Sprachwandel, eine Weiterentwicklung der deutschen Sprache mit neuen Wörtern und Begriffen, die oftmals aus dem englischsprachigen Raum stammen. Doch welcher der beiden Standpunkte ist nun der Richtige? Diese Frage kann jeder Mensch selbst beantworten; die Antwort oder Entscheidung hängt sehr häufig von der eigenen Meinung, vom sozialen Umfeld und vom Alter der betroffenen Person ab. Ältere Menschen tendieren eher zu Sprachverfall, jüngere nicht.

 

Egal, welchen Standpunkt man einnimmt, deutlich ist auf jeden Fall, dass ein Wandel der deutschen Sprache stattfindet, dass das Deutsche sich verändert, und es wird nicht aufhören, denn Sprache ist etwas, das sich ständig bewegt und wandelt . Das war schon immer so, und das wird auch weiterhin der Fall sein.

 

Hinzu kommt der ständige und alltägliche Gebrauch von modernen Medien; egal ob Smartphone, Tablet oder Laptop, beim ,,Chatten“ in sozialen Netzwerken wie Facebook verändert sich die deutsche Sprache immer mehr, da man zumeist nur noch Abkürzungen wie zum Beispiel ,,Wg?“ anstelle von ,,Wie geht’s?“ verwendet. Jedoch muss man auch unterscheiden, mit wem man spricht oder kommuniziert. Es ist selbstverständlich klar, dass man mit seinem Lehrer oder mit seinen Vorgesetzten anders spricht als abends beim Fußball schauen mit Freunden oder beim Grillen mit der Familie; dort wird häufig eher informelles Deutsch gesprochen, und eventuell auch mal geflucht. Im Gegensatz zum Gespräch oder Meeting mit dem Chef, hier sollte man sachlich bleiben, nicht nur die Sprache betreffend. Um die Frage vom Anfang zu beantworten, ob die deutsche Sprache nun in Bewegung sei, kann man diese Frage ganz klar mit einem Ja beantworten; sie ist einer ständigen Veränderung unterworfen.

 

von Julian Lauterborn

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